Leseprobe aus "Lehmanns Dorf 1830-1869"
In den Jahren 1864 und 1865 wurde von Preußen aus eine ostasiatische Expedition unter der Leitung des Grafen von Eulenburg unternommen, „um den Handel nach Asien zu erschließen und den Verkehr dahin zu erleichtern.“ Der Berichterstatter dieses Unternehmens, Gustav Spieß, hob besonders hervor, „daß es hauptsächlich Lehmann‘sche Fabrikate gewesen seien, welche in den asiatischen Handelsplätzen mit ziemlich gutem Erfolg Eingang gefunden hätten.“  Die Preußen betrieben auch kommerzielle und industrielle Spionage, um die künftigen Märkte besser erschließen zu können. Deshalb hatten sie einiges an „britischer Ware“ mit nach Berlin gebracht, nicht wissend, wo sie sich diese viel einfacher hätten besorgen können: Manches Lehmann‘sche Produkt hatte sich nämlich, um das britische Kolonial- und Handelsmonopol zu unterlaufen, einen besonderen Weg zu den überseeischen Märkten erschlossen, lange bevor „die Regierungen Deutschlands an Handelsverträge dachten“: Viele Böhriger Fabrikate wurden „auf diesen Märkten als englische verkauft. Deshalb konnte es auch vorkommen, daß die preußische ost-asiatische Expedition Muster von böhriger Fabrikaten mit als englische zurückbrachte, deren Nachahmung man den deutschen Fabrikanten empfahl.“ 
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