Keil, Eberhard.:
"Lehmanns Erben 1869-1914"
 

 

Lesermeinung:

 

„…Ich fand nichts langweilig, wie Sie vermuteten. Der Besuch in Mittweida, den der König absolvierte, interessierte mich natürlich. Villa Decker – sie wird gerade wieder einmal saniert. Deckerberg, die verschiedenen Fabriken, die mir alle wohl bekannt sind, Pferdewechsel am „Tivoli“ – es ging damals nicht anders zu, als wenn heute Präsident oder Kanzler durch die Lande eilen. Anfangs der 90er Jahre lockte ich einmal R. v. Weizsäcker nach M. und Kriebstein, es ging ähnlich zu, wir übernachteten im Deutschen Haus, und zum Frühstück kam Biedenkopf mal schnell vorbei. Die Unterschiede nur: Auto und Hubschrauber.“  (Erich Loest)

 

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„…zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Vollendung von Teil II. Ich hoffe er ist ähnlich spannend wie der erste. Den habe ich unter meinen Geschwistern (wir waren sechs) kreisen lassen, die ihn alle mit Lob versehen haben.“ (F.H.)

 

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Ich habe das erste Kapitel gelesen - und es liest sich wirklich gut! Die konkreten Passagen, da, wo konkrete Menschen auftreten, sind faszinierend - sie erwecken ein konkrete Imagination, man hat das Gefühl bei der realen Geschichte dabei zu sein - womit ich natürlich nicht meine, dass Du wie ein Photoapparat die damaligen Geschehnisse abbildest, sondern dass du so schreibst, dass eine wirkliche Impression im Leser entsteht, nicht ein Gedanke über oder zu Geschichte. Im konkreten Detail blitzt Geschichte auf - nicht Gedanken zur Geschichte.
Das Zweite ist der Fall bei den Passagen, wo du die große Geschichte hereinholst. Hier ist der Unterschied in der Darstellung mit Händen zu greifen, wenngleich schwer in Worten auszudrücken ...
Das erste ist, wie ich mir Geschichtsschreibung wünsche, das zweite, wie man eben heute über Geschichte schreibt.
Das ist natürlich keine Kritik an den Passagen zur großen Geschichte - sie gehören hinein und ich weiß im Moment auch nicht, wie man das anders machen könnte, so dass auch da die konkrete Imagination, die reale Impression entsteht ...
Gerade das Detail ist nicht weitschweifig, sondern sehr komprimiert, fast schon im poetischen Sinne gedichtet ... und das ist gut!“ (W.H.)

 

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„…das Lesen der Bücher hat mich gefesselt, wie es schon lange kein Buch mehr getan hat. Ihnen dies mitzuteilen war mir ein Bedürfnis..“ (R.Z.)

 

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